Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk auf deinem Balkon? Mit unserem interaktiven Balkonkraftwerk-Rechner ermittelst du in wenigen Schritten deinen persönlichen Jahresertrag, die Amortisationszeit und die CO₂-Ersparnis – basierend auf Modulleistung, Standort, Ausrichtung und Verschattung. Keine Anmeldung nötig, alle Angaben bleiben auf deinem Gerät.

Der Rechner hilft dir bei der Kaufentscheidung. Passend dazu: Alle Förderungen & Steuervorteile 2026 und die wichtigsten Rechte & Pflichten als Mieter.

Der Rechner unten erledigt die komplette Wirtschaftslichkeitsrechnung für dein Balkonkraftwerk: Jahresertrag, Strom-Ersparnis, Amortisationszeit und CO₂-Einsparung in einem Durchgang. Du gibst dafür sechs Werte ein: die Modulleistung deiner Anlage (z. B. 800 W), die Ausrichtung des Balkons (Süd, Ost, West oder Nord), den Neigungswinkel der Module, deinen Strompreis in Cent pro kWh, deinen geschätzten Eigenverbrauchsanteil sowie die Anschaffungskosten. Daraus errechnet das Tool, wie viel Strom deine Module realistisch liefern, wie viel davon du selbst nutzt, was du damit jedes Jahr sparst und nach wie vielen Jahren sich die Anlage bezahlt gemacht hat.

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Dein Balkonkraftwerk-Rechner
für Ertrag & Ersparnis

Stell die Schieberegler ein und sieh sofort, wie viel Strom du erzeugst, wie viel du sparst und wann sich deine Anlage amortisiert.

Live-Berechnung · aktualisiert in Echtzeit
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📊 Monatsertrag 0 kWh/Jahr
⚖️ Stromkosten im Vergleich
Deine Jahreskosten für 3.000 kWh Verbrauch — ohne und mit Balkonkraftwerk.
Ohne BKW0 €/Jahr
Mit BKW0 €/Jahr
Du sparst 0 € pro Jahr
Deine 25-Jahres-Bilanz 0 € Gewinn
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Wie der Balkonkraftwerk-Rechner rechnet

Grundlage der Ertragsrechnung sind die Vollbenutzungsstunden: In Deutschland liefert ein Kilowatt Peak installierter Leistung im Schnitt rund 1000 kWh Strom pro Jahr. Eine 800-W-Anlage kommt so auf etwa 800 kWh — unter idealen Bedingungen. Die Realität korrigiert der Rechner über zwei Faktoren.

Der erste ist die Ausrichtung. Nur ein Süd-Balkon erreicht die vollen 100 Prozent des rechnerischen Ertrags. Ost- und West-Ausrichtungen liegen darunter, und ein Nord-Balkon erreicht gerade mal etwa 52 Prozent des Südertrags. Aus 800 kWh werden dann schnell weniger als 420 kWh — der Unterschied zwischen „rechnet sich” und „bloß Deko”.

Der zweite ist die Neigung. Das Optimum liegt bei 30 bis 40 Grad, weil die Sonne im Jahresmittel in diesem Winkel auftrifft. Flach liegende Module am Balkongeländer oder senkrecht montierte Panels verlieren dagegen messbar Ertrag. Der Rechner rechnet das über den Neigungsfaktor herunter.

Wichtig für die Ersparnis ist die Eigenverbrauchslogik: Nur selbst verbrauchter Strom spart den vollen Strompreis von aktuell rund 35 ct/kWh. Was du nicht verbrauchst, fließt ins Netz und wird mit nur etwa 8 ct/kWh vergütet — oder je nach Zähler schlicht verschenkt. Ohne Speicher landet der Eigenverbrauchsanteil typischerweise bei 25 bis 35 Prozent der Produktion; mit Wärmepumpe oder E-Auto im Haushalt steigt er auf 40 bis 55 Prozent. Deshalb sparst du am meisten, wenn du Verbrauch in die Mittagsstunden legst, wenn deine Module liefern.

Die Amortisation ergibt sich dann aus einer simplen Division: Anschaffungskosten geteilt durch Jahresersparnis. Ein 800-W-Set für 600 Euro, das jährlich 200 Euro spart, ist nach drei Jahren bezahlt. Diese Zahl sagt dir sofort, ob sich die Anlage für deinen Balkon lohnt.

Was ein gutes Ergebnis ist

Als Referenz: Ein 800-W-Set in Südausrichtung mit ordentlicher Neigung erzeugt etwa 800 kWh pro Jahr. Was das in Euro bedeutet, hängt vor allem von deinem Eigenverbrauch ab. Bei 25 Prozent Eigenverbrauch und 35 ct/kWh sparst du rund 150 Euro im Jahr — bei 55 Prozent Eigenverbrauch, etwa mit Wärmepumpe, sind es bis zu 280 Euro.

Für die Amortisation heißt das: Mit einem Speicherlosen 800-W-Set für 500 bis 800 Euro bist du typischerweise nach 4 bis 8 Jahren im Plus. Kompaktere Sets oder ungünstige Ausrichtungen verschieben das nach hinten, günstige Module und hoher Eigenverbrauch nach vorn.

Entscheidend ist der Blick über die gesamte Lebensdauer: Mindestens 25 Jahre halten moderne Module durch. Wer über acht Jahre amortisiert und danach 17 Jahre gratis Strom bezieht, holt das Dreifache bis Fünffache der Anschaffungskosten wieder raus — plus gut 200 kg CO₂, die du jährlich dem Strommix ersparst (rechnerisch 0,40 kg pro kWh).

Balkonkraftwerk berechnen: die häufigsten Fehler

Die fünf klassischen Rechenfehler, die Amortisationszeiten schönfärben:

  • Ertrag ohne Ausrichtungsverlust gerechnet: Wer mit vollen 1000 kWh pro kWp startet und Nord-Balkon oder Senkrecht-Montage ignoriert, überschätzt den Ertrag teils um fast die Hälfte.
  • Eigenverbrauch zu hoch angesetzt: Ohne Speicher sind 25 bis 35 Prozent realistisch — nicht 70 oder 80 Prozent. Nur weil du tagsüber zu Hause bist, heißt das nicht, dass die Waschmaschine die vollen 800 kWh schluckt.
  • Vergütung mit Strompreis verwechselt: Überschuss bringt nur etwa 8 ct/kWh, nicht 35 ct. Wer den eingespeisten Strom zum vollen Preis ansetzt, rechnet sich Schönwetter-Ersparnisse zurecht.
  • Alte 600-W-Grenze angenommen: Seit 2025 gilt die 800-W-Vereinfachung. Wer mit 600 W plant, verschenkt ein Viertel der möglichen Leistung.
  • Verschattung ignoriert: Ein einzelner Balkonpfeiler, ein Baum oder das gegenüberliegende Haus können den Ertrag massiv drücken — besonders bei Reihenschaltung, wo das schwächste Modul den Takt vorgibt.

Von der Rechnung zum Antrag: rechtliche Kurzfakten 2026

Die gute Nachricht zuerst: Der bürokratische Aufwand ist überschaubar. Seit der 800-W-Vereinfachung aus dem Solarpaket I (§ 8 EEG) darfst du Balkonkraftwerke bis 800 Watt Wechselrichterleistung vereinfacht betreiben — mit Steckdose, ohne komplexe Zulassungsprozesse.

Pflicht bleibt die Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR) beim Bundesnetzagentur-Portal. Das kostet nichts, dauert rund 15 Minuten, und ohne Anmeldung läuft die Anlage formal schwarz. Manche Netzbetreiber verlangen zusätzlich eine kurze Info — ein Anruf reicht.

Als Mieter brauchst du die Zustimmung deines Vermieters, § 554 BGB gibt dir aber einen Anspruch darauf: Ablehnen darf der Vermieter nur aus erheblichen baulichen oder sonstigen Gründen, etwa wenn die Fassade denkmalgeschützt ist. In Wohnungseigentümergemeinschaften können zusätzliche Regeln greifen.

Der Zähler: Nach § 14d EnWG wird die Rückwärtsdrehung alter Ferraris-Zähler bis zum Einbau eines intelligenten Zählers geduldet — dein selbst verbrauchter Strom wird dann faktisch unbezahlt mitgerechnet. Neue moderne Messeinrichtungen erfassen die Einspeisung separat, ein Zweiwegezähler-Anbau kostet dich aber nichts. Gilt für typische Kompaktanlagen; im Einzelfall zählen Vermieter- und WEG-Regeln.

Wie genau ist der Balkonkraftwerk-Rechner?

Er liefert belastbare Durchschnittswerte: Rund 1000 kWh pro kWp Jahr sind der etablierte Deutschland-Mittelwert, Ausrichtungs- und Neigungsfaktoren korrigieren ihn realistisch nach unten. Dein tatsächlicher Ertrag schwankt je nach Wetterjahr, Verschattung und Modultemperatur um etwa 10 bis 15 Prozent — als Planungsgrundlage für die Amortisation reicht das völlig.

Wie viel Strom bringt ein 800-W-Balkonkraftwerk?

In Südausrichtung mit 30 bis 40 Grad Neigung etwa 800 kWh pro Jahr. Bei Ost- oder West-Ausrichtung sind es deutlich weniger, ein Nord-Balkon erreicht nur rund 52 Prozent des Südertrags — also gut 420 kWh. Bei 35 ct/kWh und hohem Eigenverbrauch entspricht das einer Ersparnis von etwa 150 bis 280 Euro jährlich.

Rechnet sich ein Balkonkraftwerk ohne Speicher?

Ja, in den meisten Fällen. Ein speicherloses 800-W-Set kostet 500 bis 800 Euro und amortisiert sich typisch in 4 bis 8 Jahren. Ein Speicher für 1500 bis 2500 Euro erhöht zwar den Eigenverbrauch, verschiebt die Amortisation aber oft über die 10-Jahre-Marke — er lohnt sich vor allem mit Wärmepumpe oder E-Auto.

Was ist der Unterschied zwischen Ertrag und Ersparnis?

Der Ertrag ist die gesamte Strommenge, die deine Anlage produziert — z. B. 800 kWh im Jahr. Die Ersparnis ist nur der Teil, den du selbst verbrauchst, bewertet zum vollen Strompreis von rund 35 ct/kWh. Überschuss wird mit nur etwa 8 ct/kWh vergütet. 800 kWh Ertrag bedeuten also nicht 280 Euro Ersparnis, sondern je nach Eigenverbrauch deutlich weniger.

Muss ich den Rechner-Wert noch mal prüfen?

Eine Plausibilitätskontrolle lohnt sich: Prüfe deine Eingaben auf realistische Ausrichtung, Neigung und Eigenverbrauch — gerade hier wird am häufigsten zu optimistisch gerechnet. Wenn du Verschattung durch Bäume, Pfeiler oder Nachbargebäude hast, rechne den Ertrag manuell 10 bis 20 Prozent niedriger. Die Anmeldung im MaStR verlangt zusätzlich die genaue Leistung deines Wechselrichters.

Balkonkraftwerk-Rechner: welche Werte du wirklich brauchst

Ein Rechner ist nur so gut wie seine Eingaben. Für eine belastbare Ertragsprognose brauchst du vier Werte, die du alle ohne Fachwissen ermitteln kannst — plus deinen Strompreis aus der letzten Abrechnung.

Standort bzw. Bundesland: Deutschlandweit liegt der spezifische Ertrag im Schnitt bei rund 2.100 kWh pro kWp und Jahr. Im sonnigen Süden Baden-Württembergs oder Bayerns liefern deine Module etwas mehr, im Norden und in Mittelgebirgslagen etwas weniger.

Ausrichtung: Süd bringt das Maximum. Südost und Südwest liegen kaum dahinter, Ost und West verlieren spürbar, Nord-Balkone lohnen sich kaum.

Neigung: Optimal sind 30 bis 40 Grad. Flache oder senkrechte Montagen kosten Ertrag.

Modulleistung in Watt: Seit der 800-W-Vereinfachung sind 800-W-Sets der Standard. Achte auf die Wechselrichterleistung, nicht nur auf die Modul-Nennleistung.

Eingabewert Typischer Wert Einfluss auf das Ergebnis
Standort / Bundesland Nordsee bis Alpenrand ±5–10 % Jahresertrag je nach Sonnenscheindauer
Ausrichtung Süd (Optimum) Nord-Ausrichtung: nur rund 52 % des Südertrags
Neigungswinkel 30–40° Senkrecht oder flach: mehrere Prozentpunkte weniger Ertrag
Modulleistung 800 W Ertrag wächst proportional: mehr Watt, mehr kWh
Strompreis 0,30–0,40 €/kWh Bestimmt direkt die Ersparnis pro selbst verbrauchter kWh

Den Strompreis findest du auf deiner Jahresabrechnung. Er entscheidet darüber, wie viel dir jede selbst verbrauchte Kilowattstunde wert ist — aktuell meist zwischen 0,30 und 0,40 Euro.

So rechnet der Ertragsrechner: Formel und Beispiel

Hinter jedem Balkonkraftwerk-Rechner steckt dieselbe Kernformel:

Jahresertrag (kWh) ≈ Nennleistung (kW) × spezifischer Ertrag (kWh/kWp) × Verschattungsfaktor

Der spezifische Ertrag beschreibt, wie viele Vollstunden die Sonne im Jahr liefert — in Deutschland im Mittel rund 2.100 kWh pro kWp. Multipliziert mit deiner Leistung und korrigiert um Ausrichtung, Neigung und Verschattung ergibt das deinen realistischen Jahresertrag.

Balkonkraftwerk-Rechner Flowchart: Eingaben Standort, Ausrichtung, Neigung und Watt-Peak fließen in die Ertragsformel aus Vollstunden mal Leistung mal Strompreis und liefern Jahresertrag, Ersparnis und Amortisationszeit.
So rechnet der Balkonkraftwerk-Ertragsrechner: von den Eingaben bis zu Ertrag und Amortisation.

Ein Rechenbeispiel: Ein 800-W-Set (0,8 kW) in Südausrichtung mit 30 Grad Neigung und ohne nennenswerte Verschattung erreicht mit 2.100 kWh/kWp rund 1.680 kWh im Jahr. Bei einem Strompreis von 0,35 Euro pro kWh und einem vereinfachten Eigenverbrauch entspricht das einer Ersparnis von etwa 588 Euro im ersten Jahr — real liegt sie je nach tatsächlichem Eigenverbrauchsanteil etwas darunter, weil nur selbst verbrauchter Strom den vollen Preis spart.

Dieselbe Logik nutzt der Live-Rechner oben auf dieser Seite: Er kombiniert die Formel mit deinen Regler-Einstellungen für Ausrichtung, Neigung, Strompreis und Eigenverbrauch und rechnet das Ergebnis in Echtzeit nach.

Vergleich: Rechner-Schätzung vs. reale Messwerte

Jeder Rechner liefert eine Prognose — die Realität auf deinem Balkon weicht davon typischerweise um 10 bis 15 Prozent ab. Dafür gibt es vier Gründe: Wetterjahre schwanken (ein Sonnenjahr bringt mehr als ein verregnetes), Verschattung durch Bäume, Pfeiler oder Nachbarhäuser drückt den Ertrag oft stärker als gedacht, Verschmutzung durch Pollen und Staub kostet ein paar Prozent, und die Modultemperatur reduziert den Wirkungsgrad an heißen Sommertagen.

Unser Tipp: Gleiche nach dem ersten Monat den realen Messwert mit dem Soll-Wert ab. Ein 800-W-Set in Südausrichtung sollte im Mai etwa 100 bis 120 kWh liefern. Zeigt die App des Wechselrichters deutlich weniger, prüfe Verschattung und Ausrichtung — dann weißt du früh, ob die Jahresprognose hält.

Häufige Fragen zum Balkonkraftwerk-Rechner

Wie genau ist ein Balkonkraftwerk-Rechner?

Gute Rechner liegen innerhalb von ±10 bis 15 Prozent am realen Ertrag. Sie arbeiten mit Durchschnittswerten für Sonne, Ausrichtung und Neigung — dein Balkon hat aber sein eigenes Kleinklima. Für die Kaufentscheidung und die grobe Amortisationsrechnung ist diese Genauigkeit völlig ausreichend.

Kann ich mit dem Rechner die Amortisation berechnen?

Ja. Der Rechner teilt die Anschaffungskosten durch die jährliche Ersparnis. Ein 800-W-Set für etwa 700 Euro, das rund 200 Euro im Jahr spart, ist nach gut drei Jahren bezahlt. Wichtig: Nur selbst verbrauchter Strom spart den vollen Preis von 0,30 bis 0,40 Euro pro kWh, eingespeister wird geringer vergütet.

Warum zeigt der Rechner weniger Ertrag im Winter?

Weil das Sonnenangebot sinkt: Im Dezember liegen die Erträge bei nur etwa einem Fünftel eines Sommermonats. Die Tage sind kürzer, die Sonne steht flacher und tritt oft hinter Wolken zurück. Der Jahresertrag verteilt sich ungleichmäßig — rund zwei Drittel liefern die Monate April bis September.

Rechnet der Rechner die Einspeisevergütung mit ein?

Die besseren Rechner ja, und unser Live-Rechner auch. Überschüssiger Strom, den du nicht selbst verbrauchst, wird mit rund 8 Cent pro kWh vergütet (die exakte Einspeisevergütung für Balkonkraftwerke liegt 2026 bei etwa 0,08 €/kWh und wird bei der Anmeldung im MaStR festgelegt). Sie macht den Löwenanteil der Ersparnis aber nicht aus.

Brauche ich für den Rechner meine Verbrauchsdaten?

Nein, zwingend nötig sind nur Standort, Ausrichtung, Neigung und Modulleistung. Dein Jahresverbrauch aus der Stromrechnung verbessert aber die Schätzung des Eigenverbrauchsanteils — und damit die Ersparnis. Wer viel tagsüber verbraucht, profitiert stärker vom Balkonkraftwerk.