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Ein All-in-One Balkonkraftwerk mit Speicher kombiniert Solarmodule, Wechselrichter und Batterie in einem einzigen, steckerfertigen System. Statt Komponenten einzeln zu kaufen und zu verkabeln, schließen Sie ein solches Komplettset an die Steckdose an und speichern überschüssigen Sonnenstrom für die Abendstunden. Der Trend zu integrierten Systemen ist 2026 ungebrochen: Hersteller wie Anker, EcoFlow, Jackery und Marstek drängen mit immer kompakten und leistungsstärkeren Lösungen auf den Markt.

In diesem Vergleich stellen wir die 6 besten All-in-One Balkonkraftwerke mit Speicher für 2026 vor — von preiswerten Einsteigermodellen ab 287 Euro bis zu High-End-Systemen mit 5 kWh Kapazität. Wir vergleichen Spezifikationen, Preise, Erweiterungsmöglichkeiten und helfen Ihnen bei der Kaufentscheidung.

Was ist ein All-in-One Balkonkraftwerk?

Ein All-in-One-System (auch integriertes Balkonkraftwerk oder Plug-and-Play-Solaranlage genannt) vereint Wechselrichter, Batteriespeicher und oft auch die Laderegelung in einem Gehäuse. Die Solarmodule werden direkt an das System angeschlossen, der Strom fließt über eine normale Schuko-Steckdose ins Hausnetz. Der Vorteil: keine separate Verkabelung zwischen Wechselrichter und externem Akku, keine Kompatibilitätsprobleme, schnellere Installation.

Diese 7 Modelle vergleichen wir

Für unseren Vergleich haben wir Modelle ausgewählt, die als Komplettset mit integriertem Speicher erhältlich sind. Alle Systeme sind in Deutschland zulassungsfähig (gemäß § 9 EEG und DIN VDE V 0126-95), verfügen über LiFePO4-Akkus und lassen sich an der haushaltsüblichen Steckdose betreiben.

Modell Speicher WR-Leistung MPPT Preis (ca.)
Marstek B2500 2.240 Wh 800 W 2 ~287 €
Growatt NOAH 2000 2.048 Wh 800 W 1 ~375 €
Anker SOLIX 2 Plus 1.600 Wh 600 W 1 ~399 €
Marstek Jupiter C Plus 2.560 Wh 800 W 2 ~449 €
Jackery SolarVault 3 Pro 2.048 Wh 1.200 W 4 ~899 €
EcoFlow Stream Ultra 1.920 Wh 800 W 2 ~1.044 €
Anker SOLIX 4 Pro 5.000 Wh 1.800 W 4 ~1.499 €

Stand: August 2026 — Preise können schwanken. Alle Spezifikationen gemäß Herstellerangaben.

1. Marstek B2500 — Preis-Leistungs-Tipp

2.240 Wh
Kapazität
LiFePO4, erweiterbar
800 W
Wechselrichter
einspeisung ins Netz
2× MPPT
Solareingänge
bis 1.600 W PV
~287 €
Preis
nur Speichereinheit

Der Marstek B2500 ist der aktuelle Preis-Leistungs-Sieger im Segment der Balkonkraftwerk-Speicher. Für knapp 287 Euro erhalten Sie eine 2.240 Wh LiFePO4-Batterie mit zwei MPPT-Eingängen, die jeweils bis zu 800 W Solarleistung aufnehmen. Das Besondere: Der B2500 kann als eigenständiger Speicher hinter einem bestehenden Balkonkraftwerk-Wechselrichter betrieben werden oder direkt mit Solarmodulen verbunden werden.

Die Erweiterung auf bis zu 10.752 Wh durch zusätzliche Batteriemodule macht das System auch für wachsende Ansprüche attraktiv. Mit 0% MwSt. (§ 12 Abs. 3 UStG) ist der effektive Kaufpreis weiter reduziert. Der Wirkungsgrad liegt bei über 90%, die versprochene Lebensdauer bei 6.000 Ladezyklen.

Vorteile

  • ✓ Günstigster Speicher mit 2+ kWh im Vergleich
  • ✓ Zwei unabhängige MPPT-Eingänge
  • ✓ Erweiterbar auf über 10 kWh
  • ✓ 0% MwSt. — aktionsbedingt
  • ✓ App-Steuerung via WLAN

Nachteile

  • ✗ Keine Solarmodule im Lieferumfang
  • ✗ Nur 800 W Einspeisung (nicht 2.000 W fähig ohne Mod)
  • ✗ Kein Netzschutzschalter integriert (extern erforderlich)

2. Growatt NOAH 2000 — Solider Einstieg

2.048 Wh
Kapazität
LiFePO4-Akku
1.800 W
PV-Eingang
maximal
800 W
AC-Ausgang
Netzeinspeisung
~375 €
Preis
Speichereinheit

Der Growatt NOAH 2000 positioniert sich als zuverlässiger Speicher im unteren Preissegment. Mit 2.048 Wh Kapazität und 1.800 W PV-Eingangsleistung eignet er sich für 1–2 Solarmodule. Die Smart-Meter-Funktion erkennt den Eigenverbrauch und entlädt den Akku gezielt dann, wenn die Sonne nicht scheint. Über die Growatt-App lassen sich Lade- und Entladestrategien konfigurieren.

Besonders erwähnenswert ist die Möglichkeit, den NOAH 2000 mit Growatt-Wechselrichtern zu koppeln oder als reine AC-gekoppelte Speicherlösung zu betreiben. Damit eignet er sich auch für Bestandsanlagen, die nachgerüstet werden sollen. Mehr zum Thema Nachrüstung finden Sie in unserem Guide Balkonkraftwerk aufrüsten: Von 600W auf 2000W.

Vorteile

  • ✓ Kompaktes Gehäuse, leicht zu montieren
  • ✓ Integriertes Smart Meter
  • ✓ AC- und DC-Kopplung möglich
  • ✓ App-Steuerung mit Energiemonitoring

Nachteile

  • ✗ Nur ein MPPT-Eingang
  • ✗ Maximale AC-Leistung auf 800 W begrenzt
  • ✗ Keine Module im Lieferumfang

3. Anker SOLIX 2 Plus Solarbank — Einsteiger-All-in-One

1.600 Wh
Kapazität
LiFePO4
600 W
Wechselrichter
AC-Ausgang
1× MPPT
Solareingang
bis 1.000 W
~399 €
Preis
ohne Module

Die Anker SOLIX 2 Plus Solarbank richtet sich an Einsteiger, die ihr Balkonkraftwerk um einen Speicher erweitern möchten, ohne tief in die Tasche zu greifen. Mit 1,6 kWh Kapazität deckt sie den Bedarf eines 2-Personen-Haushalts an einem Sommerabend ab. Die Plug-and-Play-Funktionalität bedeutet: Modul anschließen, Stecker in die Wand, fertig.

Die SOLIX 2 Plus bietet eine bidirektionale Ladeelektronik und lässt sich über die Anker-App vollständig steuern. Sie ist nicht erweiterbar — wer mehr Kapazität braucht, sollte direkt zur Solarbank 4 Pro greifen, die wir weiter unten vorstellen. Auch ein ausführlicher Vergleich aller 5-kWh-Modelle findet sich in unserem Artikel Balkonkraftwerk mit 5 kWh Speicher.

Vorteile

  • ✓ Sehr einfach zu installieren
  • ✓ Kompakt und unauffällig
  • ✓ Anker-Ökosystem (App, Garantie)
  • ✓ Geeignet für kleine Wohnungen

Nachteile

  • ✗ Nur 600 W — nicht für 800W-Balkonkraftwerke optimal
  • ✗ Nicht erweiterbar
  • ✗ Relativ teuer pro kWh (249 €/kWh)

4. Marstek Jupiter C Plus — Mittelklasse mit 2,5 kWh

2.560 Wh
Kapazität
LiFePO4, erweiterbar
800 W
Wechselrichter
mit Zertifikat
2× MPPT
Solareingänge
unabhängig regelbar
~449 €
Preis
Speicher + WR

Der Marstek Jupiter C Plus geht einen Schritt weiter als der B2500: Er kombiniert einen zertifizierten 800W-Wechselrichter mit 2.560 Wh Speicherkapazität in einem Gerät. Damit ist er ein echtes All-in-One-System — Sie benötigen nur noch Solarmodule und können sofort loslegen. Der integrierte Wechselrichter erfüllt die VDE V 0126-95 Anforderungen und ist beim Netzbetreiber anmeldbar.

Die zwei unabhängigen MPPT-Eingänge erlauben den Anschluss von Modulen mit unterschiedlicher Ausrichtung (z. B. Ost- und Westdach). Das System ist auf bis zu 7,68 kWh erweiterbar. Der Jupiter C Plus profitiert ebenfalls von der 0% MwSt.-Regelung und ist damit preislich besonders attraktiv.

Vorteile

  • ✓ Integrierter zertifizierter Wechselrichter
  • ✓ Zwei unabhängige MPPT-Tracker
  • ✓ Erweiterbar auf 7,68 kWh
  • ✓ Komplettes All-in-One-System (nur Module nötig)
  • ✓ 0% MwSt.

Nachteile

  • ✗ Marke weniger bekannt als Anker/EcoFlow
  • ✗ App weniger ausgereift als Konkurrenz
  • ✗ Kein Display am Gerät

5. Jackery SolarVault 3 Pro — Premium mit 4 MPPTs

2.048 Wh
Kapazität
LiFePO4
1.200 W
AC-Ausgang
stark
4× MPPT
Solareingänge
4× 450W möglich
~899 €
Preis
mit 4×450W Modulen

Der Jackery SolarVault 3 Pro ist als Komplettset mit 4 bifacialen 450W-Glas-Glas-Modulen erhältlich — ein echtes Plug-and-Play-Erlebnis. Mit vier unabhängigen MPPT-Eingängen und 1.200 W AC-Ausgangsleistung ist er das leistungsstärkste System in unserem Vergleich unter 1.000 Euro. Die bifacialen Module erzeugen Strom von beiden Seiten und steigern den Ertrag um 5–15% gegenüber einseitigen Modulen.

Besonders interessant: Der SolarVault 3 Pro kann auch als Notstromversorgung genutzt werden, indem ein USV-Kontakt angeschlossen wird. Bei einem Stromausfall schaltet das System nahtlos auf Batteriebetrieb um. Die Jackery-App bietet detaillierte Energiestatistiken und Fernsteuerung. Weitere Details zum Thema Stromausfall-Vorsorge und Balkonkraftwerk finden Sie in unserem Artikel zur Balkonkraftwerk-Versicherung.

Vorteile

  • ✓ 4 bifaciale Module im Set enthalten
  • ✓ 4 unabhängige MPPT-Tracker
  • ✓ Notstromfähig (mit USV-Kontakt)
  • ✓ 1.200 W AC — hohe Leistung

Nachteile

  • ✗ Höherer Preis als reine Speicherlösungen
  • ✗ 4 Module benötigen ausreichend Platz
  • ✗ Schwerer (Module wiegen zusammen über 80 kg)

6. EcoFlow Stream Ultra — Design trifft Leistung

1.920 Wh
Kapazität
LiFePO4
800 W
Wechselrichter
zertifiziert
2× MPPT
Solareingänge
bis 1.600 W
~1.044 €
Preis
ohne Module

Der EcoFlow Stream Ultra verbindet ansprechendes Design mit solider Technik. Mit 1,92 kWh Kapazität und zwei MPPT-Eingängen richtet er sich an designbewusste Nutzer, die Wert auf eine hochwertige Verarbeitung legen. Der Stream Ultra ist vollständig in das EcoFlow-Ökosystem integriert und lässt sich mit der EcoFlow-App detailliert steuern.

Eine Besonderheit ist die Shelly-Integration: Der Stream Ultra kann mit einem Shelly Smart Meter gekoppelt werden, um den Eigenverbrauch noch präziser zu optimieren. Mehr dazu in unserem ausführlichen Artikel zur EcoFlow PowerStream Shelly Integration. Für Nutzer, die mehr über die EcoFlow-Produktfamilie erfahren möchten, lohnt sich auch unser Test des größeren EcoFlow STREAM 5000.

Vorteile

  • ✓ Premium-Verarbeitung und Design
  • ✓ Shelly-Integration für präzises Energiemanagement
  • ✓ EcoFlow-Ökosystem (App, Erweiterungen)
  • ✓ Schnelle Ladezeiten

Nachteile

  • ✗ Teuerster Speicher pro kWh im Vergleich
  • ✗ Keine Module im Lieferumfang
  • ✗ Maximale Erweiterung begrenzt

7. Anker SOLIX Solarbank 4 Pro — Das Flaggschiff

5.000 Wh
Kapazität
erweiterbar bis 30 kWh
1.800 W
AC-Ausgang
echte Haushaltsgeräte
4× MPPT
Solareingang
bis 5.000 W PV
~1.499 €
Preis
ohne Module

Die Anker SOLIX Solarbank 4 Pro ist das Flaggschiff in unserem Vergleich und gleichzeitig das vielseitigste System. Mit 5 kWh Grundkapazität, vier unabhängigen MPPT-Eingängen und 5.000 W maximaler Solar-Leistungsaufnahme eignet sie sich für anspruchsvolle Haushalte, die mehr wollen als nur die Abendbeleuchtung speichern. Das System ist auf bis zu 30 kWh erweiterbar — genug, um auch im Winter nennenswerte Mengen Sonnenstrom zu speichern.

Die Bidirektional-Funktion ermöglicht nicht nur das Laden aus Solar, sondern auch aus dem Netz (bei günstigen Stromtarifen) sowie das Einspeisen ins Netz. Der integrierte Smart-Meter-Anschluss sorgt für präzises Lastmanagement. Wer das vollständige Set mit 4×500W Solarmodulen erwägt, zahlt rund 1.912 Euro. Details zum Aufbau und zur Installation der Solarbank 4 Pro finden Sie in unserem ausführlichen Solarbank 4 Pro Test.

Vorteile

  • ✓ Größte Kapazität im Vergleich (5 kWh Basis)
  • ✓ 4 MPPT-Eingänge für komplexe Dach-Setups
  • ✓ Erweiterbar bis 30 kWh
  • ✓ Bidirektionales Laden (Netz und Solar)
  • ✓ Top-App und Anker-Garantie

Nachteile

  • ✗ Höchster Preis im Vergleich
  • ✗ Groß und schwer (Gewicht ab ~25 kg)
  • ✗ Überdimensioniert für kleine Haushalte
Unser Urteil
★★★★☆ 4.5/5 · Empfehlung für anspruchsvolle Nutzer
Die Solarbank 4 Pro ist das leistungsstärkste All-in-One-System in unserem Vergleich. Wer mehr als 2 kWh Speicherkapazität braucht und ein zukunftssicheres System sucht, ist hier richtig. Für kleinere Budgets reicht der Marstek B2500 völlig aus.

Kaufberatung: Worauf achten bei All-in-One Systemen?

Beim Kauf eines All-in-One Balkonkraftwerks mit Speicher sollten Sie folgende Kriterien beachten:

1. Speicherkapazität

Die Faustregel lautet: 1–1,5 kWh Speicherkapazität pro Person im Haushalt. Ein 2-Personen-Haushalt kommt mit 2–3 kWh gut aus, eine 4-köpfige Familie sollte mindestens 4–5 kWh einplanen. Wichtig: Die Kapazität sollte zum Ertrag der Solarmodule passen — ein 2-kWh-Akku macht nur Sinn, wenn auch genug Solarstrom zur Verfügung steht, um ihn zu füllen.

Eigenverbrauch steigern

Laut ADAC-Daten (Stand 2026) erreichen Haushalte mit Speicher einen Eigenverbrauchsanteil von 87% — ohne Speicher sind es nur 57%. Das bedeutet: Ein Speicher verdoppelt fast die effektive Nutzung des selbst erzeugten Stroms. Mehr zur Wirtschaftlichkeit in unserem Artikel zur Speicher-Amortisation.

2. MPPT-Eingänge

MPPT (Maximum Power Point Tracker) regeln die Leistungsentnahme aus Solarmodulen. Mehr MPPT-Eingänge bedeuten mehr Flexibilität: Sie können Module mit unterschiedlicher Ausrichtung (Ost/West/Dach/Balkon) unabhängig voneinander betreiben. Für einfache Setups reicht ein MPPT, für komplexere Anlagen sollten es mindestens zwei sein.

3. Wechselrichter-Leistung

Seit 2026 dürfen Balkonkraftwerke bis zu 2.000 Watt installieren (und 800 W einspeisen). Ein All-in-One-System sollte idealerweise einen Wechselrichter mit 800 W Nennleistung haben, um die volle Einspeisegrenze zu nutzen. Systeme mit nur 600 W (wie die Anker SOLIX 2 Plus) sind für kleinere Anlagen gedacht. Details zu den 2000W-Regeln in unserem Artikel Balkonkraftwerk 2000 Watt erlaubt.

4. Erweiterbarkeit

Eines der wichtigsten Kriterien: Kann das System später erweitert werden? Ein Einstieg mit 2 kWh ist sinnvoll, aber wenn sich der Strombedarf erhöht (Wärmepumpe, E-Auto), sollte das System auf 5–10 kWh upgradbar sein. Anker SOLIX 4 Pro und Marstek B2500/Jupiter sind führend bei der Erweiterbarkeit.

5. Anmeldepflicht und Zertifizierung

Jedes Balkonkraftwerk muss beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister angemeldet werden. All-in-One-Systeme mit zertifiziertem Wechselrichter (DIN VDE V 0126-95) machen diesen Prozess unkompliziert. Achten Sie auf die Zertifikate in der Produktbeschreibung. Details zur Anmeldung und zu rechtlichen Pflichten für Mieter finden Sie in unserem Ratgeber Balkonkraftwerk als Mieter.

All-in-One vs. separates System: Vor- und Nachteile

Kriterium All-in-One System Separates System
Installation Stecker rein, fertig Mehrere Komponenten verkabeln
Kompatibilität Vom Hersteller garantiert Selbst prüfen (WR + Akku)
Preis Oft günstiger als Einzelteile Teurer, aber flexibler
Erweiterbarkeit Begrenzt auf Hersteller-Module Theoretisch unbegrenzt
Wartung Ein Ansprechpartner Mehrere Hersteller kontaktieren
Reparatur Ganzes Gerät tauschen Einzelne Komponente tauschen

Für die meisten Nutzer ist ein All-in-One-System die bessere Wahl: Es reduziert die Komplexität, vermeidet Kompatibilitätsprobleme und ist oft günstiger als der Kauf einzelner Komponenten. Wer jedoch sehr spezifische Anforderungen hat (z. B. spezielle Dach-Module, bestehender Wechselrichter), für den kann ein separates System sinnvoller sein.

Kosten und Förderung 2026

Die Preise für All-in-One Balkonkraftwerke mit Speicher liegen zwischen 287 Euro (Marstek B2500, nur Speicher) und 1.912 Euro (Anker SOLIX 4 Pro mit Modulen). Im Durchschnitt zahlen Sie für ein System mit 2 kWh Speicher und 800W Wechselrichter etwa 400–600 Euro. Detaillierte Kostenanalysen und Rechenbeispiele finden Sie in unserem Artikel Balkonkraftwerk Kosten 2026.

Förderung und Steuervorteile

Zahlreiche Bundesländer und Kommunen bieten Zuschüsse für Balkonkraftwerke an — teilweise bis zu 50% der Anschaffungskosten. Zudem sind Balkonkraftwerke mit 0% MwSt. steuerbefreit (§ 12 Abs. 3 UStG). Alle aktuellen Förderprogramme und Steuervorteile haben wir in unserem umfassenden Förder-Guide 2026 zusammengestellt.

Fazit: Welches System für wen?

Unsere Empfehlung hängt vom Budget und Nutzungsprofil ab:

  • Knappes Budget (bis 300 €): Marstek B2500 — unschlagbarer Preis für 2+ kWh
  • Solider Einstieg (400–500 €): Anker SOLIX 2 Plus oder Marstek Jupiter C Plus
  • Komplettset mit Modulen (900 €): Jackery SolarVault 3 Pro mit 4 bifacialen Modulen
  • Design und Ökosystem (1.000 €): EcoFlow Stream Ultra
  • Premium und Zukunftssicherheit (1.500 €): Anker SOLIX Solarbank 4 Pro

Unabhängig von der Wahl gilt: Jedes dieser Systeme hilft Ihnen, den Eigenverbrauch an Sonnenstrom signifikant zu steigern und die Stromrechnung zu senken. Vergleichen Sie die Gesamtkosten (inklusive Solarmodule, falls nicht im Set enthalten) und prüfen Sie die Fördermöglichkeiten in Ihrer Region.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem All-in-One Balkonkraftwerk und einem klassischen Balkonkraftwerk?

Ein klassisches Balkonkraftwerk besteht aus Solarmodulen und einem separaten Wechselrichter ohne Speicher. Ein All-in-One-System integriert Wechselrichter und Batteriespeicher in einem Gehäuse. Der Vorteil: weniger Kabel, keine Kompatibilitätsprobleme, sofort nutzbarer Speicherstrom auch nach Sonnenuntergang.

Lohnt sich ein Speicher beim Balkonkraftwerk?

Ja. Laut ADAC-Daten (2026) steigt der Eigenverbrauchsanteil von 57% auf 87%, wenn ein Speicher vorhanden ist. Die Amortisationszeit eines 2-kWh-Speichers liegt bei 4–5 Jahren bei einem durchschnittlichen Strompreis von 35 Ct./kWh. Mehr Details in unserem Artikel zur Speicher-Amortisation.

Muss ich ein All-in-One Balkonkraftwerk anmelden?

Ja. Jedes Balkonkraftwerk — egal ob mit oder ohne Speicher — muss beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Die Anmeldung ist kostenlos und dauert etwa 15 Minuten. Bei All-in-One-Systemen mit zertifiziertem Wechselrichter verläuft der Prozess besonders unkompliziert.

Kann ich ein All-in-One System als Mieter installieren?

Ja, mit Zustimmung des Vermieters. Ein All-in-One-System ist besonders für Mieter attraktiv, da es beim Auszug einfach abgebaut und mitgenommen werden kann. Details zu Rechten und Pflichten als Mieter finden Sie in unserem Ratgeber.

Wie viel Speicherkapazität brauche ich?

Faustregel: 1–1,5 kWh pro Person. Für einen 2-Personen-Haushalt sind 2–3 kWh ideal, für eine Familie 4–5 kWh. Wichtig: Die Kapazität sollte zum Ertrag der Solarmodule passen. Ein überdimensionierter Speicher wird nie voll und lohnt sich nicht.

Kann ich ein All-in-One System später erweitern?

Das hängt vom Modell ab. Anker SOLIX Solarbank 4 Pro (bis 30 kWh), Marstek B2500 (bis 10,7 kWh) und Marstek Jupiter C Plus (bis 7,68 kWh) sind erweiterbar. Die Anker SOLIX 2 Plus und der EcoFlow Stream Ultra sind nicht erweiterbar. Prüfen Sie dies vor dem Kauf.

Welche Garantie haben All-in-One Systeme?

Die meisten Hersteller bieten 2–5 Jahre Garantie auf das Gerät und 10 Jahre oder 6.000 Ladezyklen auf die LiFePO4-Batterie. Anker bietet 5 Jahre, EcoFlow 2–5 Jahre, Marstek 2 Jahre. Informieren Sie sich vor dem Kauf über die genauen Garantiebedingungen.

W
Solar-Experte und Redakteur

WattBalkon Redaktion

Die WattBalkon Redaktion recherchiert und testet seit 2025 Balkonkraftwerke, Speicherlösungen und Solarzubehör. Unser Ziel: transparente, unabhängige Kaufberatung für die Energiewende am Balkon. Alle Produkte wurden anhand öffentlich verfügbarer Daten und Herstellerangaben verglichen.

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